Tatamis

Hier finden Sie eine Auswahl an Tatamis und dazu passenden Artikeln wie zum Beispiel Tatami-Slippern. Da man die Reisstrohmatten nicht mit Straßenschuhen betreten sollte, empfehlen wir die Slipper als sinnvolle Ergänzung. Unsere Standard-Tatamis können Sie im 24 Stunden Versand erhalten, bitte achten Sie auf die entsprechende Kennzeichnung.

Tatamis von Futon-Online

Tatamis werden vor Allem als Bodenbelag sehr geschätzt, aber auch für Tatamirahmen oder als partielle Unterlage für den Futon sind sie ein Muss. Bei Futon-Online erhalten Sie viele verschiedene Tatamis. Bei uns haben Sie die Wahl zwischen zwei Qualitäten. Mit unseren High Quality Tatamis sind sie bestens ausgerüstet wenn die Matten als Bodenbelag dienen sollen. Diese Variante empfehlen wir ebenfalls wenn Ihre Tatamimatte größerer Beanspruchung ausgesetzt ist, wie etwa im Wohnbereich oder beim Kampfsport, Yoga sowie in Meditations- oder Praxisräumen der traditionellen japanischen Medizin eingesetzt werden soll. Die Standard Tatami ist dagegen eine gute Wahl für den Tatamirahmen oder als Unterlage für den Futon. Neben den zwei Qualitäten sind unsere Tatamis auch in unterschiedlichen Größen erhältlich, so kann nahezu jedes Zimmer mit ihnen ausgelegt werden. Hier können ganz verschiedene Legemuster umgesetzt werden.

Hier ein paar Beispiele dazu:

Was ist eine Tatamimatte

Schon seit langem ist die Tatamimatte ein fester Bestandteil der japanischen Kultur. Sie ist aus der traditionellen Inneneinrichtung nicht wegzudenken, ebenso wie die typischen Schiebewände Shoji. Das Washitsu, das japanische Zimmer wird mit den Reisstrohmatten ausgelegt, hier werden viele spezielle Legeweisen, die abhängig von Form & Größe des Zimmers sind, angewendet. Die Standardgröße einer Tatamimatte ist 90 x 180 cm, regionale Abweichungen sind jedoch keine Seltenheit. Da Tatamis einen Ken (間) lang und einen halben Ken (間) breit sind zählen sie in Japan auch als gängiges Flächenmaß. Angebotene Wohnräume werden dort eben in „Tatami“ angegeben statt bei uns in m². Abhängig von der Qualität der Matte ist diese zwischen 4,5 cm und 5,5 cm stark. Die Basis bildet ein Fest gebundener Kern aus Reisstroh der von einer Matte aus Igusa-Gras umgeben wird. Die seitlich angebrachten Baumwollbänder, die Beris, fixieren alle Materialien miteinander.

Neue Tatamimatten haben weisen eine grünliche Oberfläche auf, mit der Zeit verändert sich die Farbe von bis hin zu braun-gelblichen Nuancen. Die Japaner schätzen diese Farbveränderung sehr, zeugt sie doch vom Kreislauf des Lebens. Auch hier zu Lande erfreuen sich Tatamimatten immer größerer Beliebtheit. Das liegt nicht zuletzt an den positiven Eigenschaften die diese Naturprodukte mit sich bringen. Die Wärme- und Schallisolierenden Eigenschaften machen sie in den letzten Jahren zu einer immer beliebteren Alternative. Tatamimatten sind jedoch recht empfindlich und sollten nur barfuß oder mit Socken betreten werden. Da normale Schuhe den Matten schaden. Unsere Tatami-Slipper sind da eine sinnvolle und bodenschonende Ergänzung. Ebenso ist darauf zu achten das die Matten nicht durch Möbel beschädigt werden, spitze Ecken und Kanten vertragen die Tatamis nicht. Hier kann aber ein vorsichtiger Umgang beim Möbel stellen und Filzunterlagen den Bodenbelag schützen.

Tatamis im Wandel der Zeit

Was wäre Japan ohne seine Kultur zu der auch diese schönen Bodenmatten gehören? Seit jeher werden die Reisstrohmatten für die Ausstaffierung der Wohn- und Schlafräume genutzt. Auch in den Dojos, den Kampfschulen sind sie ein wichtiger Bestandteil.

Bereits in der „Aufzeichnung alter Geschehnisse“, dem Kojiki, das 712 verfasst wurde werden Tatamimatten bereits erwähnt. In dieser Aufzeichnung sind die japanische Frühgeschichte und die Mythologie Japans niedergeschrieben. Sicher waren die altertümlichen Tatamis nicht mit den heutigen zu vergleichen, aber dennoch wusste der Adel wie man es sich gut gehen lässt. Das niedere Volk durfte diesen Komfort nicht nutzen, was sicher auch eine Frage der Kosten war. Schon zu dieser Zeit wurden Tatamis als Sitz- und Schlafunterlage für den Futon genutzt.

In der Muromachi-Zeit (1336-1573) wurden Tatamimatten erstmals als Bodenbelag für gesammte Wohnräume eingesetzt. Erst jetzt wurde die japanische Wohnkultur das, was wir heute darunter verstehen. Die natürliche Schönheit dieses Einrichtungsstils haben wir wohl vor allem den Samurai und Adelsfamilien zu verdanken.

In der darauf folgenden Edo-Zeit (1603-1868)konnten sich dann auch besser betuchte Bürger diesen Luxus leisten. Das lag besonders an der langen Friedenszeit im Land. Der Handel florierte und Japan erlebte eine Blütezeit der städtischen Kultur. Erst zu Beginn des letzten Jahrhunderts konnten sich auch weniger wohlhabendere Menschen diesen Bodenbelag leisen. Tatamis wurden Volkstauglich und hielten Einzug in fast alle Häuser.

Während der Nachkriegszeit des 2. Weltkrieges wurde das Land stark von westlichen Einflüssen geprägt. Das betraf auch die Architektur und so kahm es das auch andere, weniger pflegeintensive Bodenbeläge Verwendung fanden. Die traditionelle Inneneinrichtung wich immer weiter zurück.

Dank der Liebe zu ihren Traditionen konnte die Tatamimatte aber nicht gänzlich verdrängt werden. Wer es sich leisten kann schmückt noch heute mindestens einen Raum mit den natürlichen Matten aus. Ebenso wie Tatamis darf neben den traditionellen Tatami-Möbeln auch die klassischen Schiebewände - Shoji nicht fehlen. Wer einmal nach Japan reist sollte einmal ein Ryokan aufsuchen. Dort können Sie noch die traditionelle japanische Lebensweise mit allem was dazu gehört erleben. Die japanischen Herbergen sind definitiv eine Reise wert. In diesen alten Gasthäusern erlebt man noch heute japanische Kultur – Pur.

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